Arthrose bei Hund und Katze
Zahnerkrankungen bei Kaninchen und Meerschweinchen
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ARTHROSE BEIM HUND & BEI KATZEN

Arthrose verursacht Ihrem Hund Schmerzen und mindert seine Lebensqualität. Auch Katzen können unter Arthrose leiden, hier ist die Arthrose meist eine Alterserscheinung.

Ist Arthrose also ein Leiden älterer Tiere?
Nicht unbedingt. Gelenkprobleme und Arthrose nehmen zwar mit zunehmendem Alter zu, allerdings sind nicht selten bereits Hunde im ersten Lebensjahr davon betroffen. Auch und gerade in jungem Alter ist die umgehende exakte Diagnosestellung sowie gezielte Therapie von entscheidender Bedeutung. An die Möglichkeit und Notwendigkeit der Behandlung denken viele Tierbesitzer dann noch nicht. Die gezielte tierärztliche Untersuchung kann in diesen Fällen diese zerstörerische Gelenkerkrankung als Ursache für die Bewegungsunlust aufdecken. Immerhin leidet einer von sechs erwachsenen Hunden an Arthrose. Neue Behandlungsverfahren (z.B. CBD) können helfen. Uns stehen heute moderne und sichere Wege zur Verfügung, die das Fortschreiten des Krankheitsprozesses bremsen und den Schmerz bei Arthrose wirksam reduzieren können. Die Lebensqualität Ihres Hundes kann sich mit gezielter Unterstützung enorm und über lange Zeit hinweg verbessern! Bei älteren Hunden wird die verminderte Freude an der Bewegung oft alleine dem Alter zugeschrieben. Besonders dann, wenn der Hund nicht deutlich ein bestimmtes Bein schont, weil mehrere Gelenke gleichzeitig wehtun. Oft bewegt sich der Hund langsamer und sein Gang wird steifer. Wenn die Arthrose bei Ihrem Hund fortschreitet, werden leider auch die erwähnten Krankheitszeichen immer offensichtlicher, der Schmerz nimmt zu. Daher ist es sinnvoll, uns schon bei ersten Symptomen zu konsultieren. Die intensive Beobachtung seines Verhaltens ist deshalb sehr wichtig. Die Symptome der Arthrose beginnen oft schleichend und sind unterschiedlich ausgeprägt. Dies sind die wichtigsten Zeichen, die Sie als Halter des Hundes leicht erkennen können: 1. Zeigt der Hund eine verminderte Aktivität, möchte er nicht mehr so gerne Gassi gehen, ins Auto springen, spielen oder Treppen steigen? 2. Lahmt der Hund, bleibt er beim Spazierengehen zurück? Oder hat er Schwierigkeiten beim Aufstehen nach längeren Pausen, besonders am Morgen? 3. Verhält sich Ihr Hund aggressiver und gereizter als früher? Gibt er Laut oder schnappt er jetzt bei Berührung? 4. Leckt oder benagt sich Ihr Hund häufiger im Bereich eines bestimmten Gelenks? Welche Maßnahmen können in milderen Fällen von Arthrose helfen? In milderen Fällen können bereits einfache Maßnahmen helfen, beginnenden Schmerz zu lindern und das Wohlbefinden des Hundes zu steigern: 1. Häufige und wenig anstrengende Bewegung ist hilfreich. Starkes Toben, Springen, häufiges Treppenlaufen und Überanstrengung bei langen Spaziergängen sind hingegen schädlich. 2. Ihrem Hund sollte jederzeit eine warme und vor allem weiche Unterlage zum Ruhen und Schlafen zur Verfügung stehen. 3. Halten Sie Ihren Hund so trocken wie möglich und vermeiden Sie Zug. Besonders an seinen Lieblingsplätzen. 4. Übergewicht fördert die Arthrose. Falls notwendig kann schon eine Gewichtsreduktion nach tierärztlicher Anweisung das Wohlbefinden Ihres Hundes entscheidend verbessern. 5. Zur Erhaltung und Unterstützung der Gelenkfunktion eignen sich Ergänzungsfuttermittel auf Basis von Grünlippmuschelextrakten. Die darin enthaltenen natürlichen Glykosaminoglykane unterstützen die Reifung und den Aufbau der Bindegewebsstrukturen (Gelenkknorpel, Bänder, Sehnen, Bandscheiben, Synovia). Auch OPC, Ingwer, Teufelskralle und CBD mit deren antioxidativen und entzündungshemmenden Eigenschaften helfen Schmerzen zu lindern.

Arthrose

ZAHNERKRANKUNGEN BEI KANINCHEN & MEERSCHWEINCHEN

Kaninchen und Meerschweinchen besitzen lebenslang wachsende Zähne, die wöchentlich zwischen 1-3 mm wachsen, was bedeutet, dass diese Zähne in gleichem Maße durch die Nahrungsaufnahme abgenutzt werden müssen. Anzeichen für Zahn- oder Kieferprobleme sind die schiefe Abnutzung der Schneidezähne, vermehrte Kaubewegungen ohne vorherige Futteraufnahme (Leerkauen), vermehrtes Speicheln, speichelverklebtes Fell an Kinn und Hals, harte Schwellungen im Unterkieferbereich, ein Heraustreten des Augapfels sowie übermäßiger Tränen- oder Nasenausfluss.

Die beste Prophylaxe für Zahnerkrankungen ist die ausreichende Gabe des wichtigsten Grundnahrungsmittels HEU (bitte verwenden Sie keine Nagersteine).

Für die Zahnkontrolle und alle weitere Fragen rund um die kleinen Heimtiere vereinbaren Sie einfach einen Termin in unserer Praxis. Jeder noch so aufmerksame Heimtierbesitzer stellt Zahnerkrankungen häufig erst sehr spät fest. Ein Grund dafür ist sicherlich, dass Heimtiere im Gegensatz zu Hund oder Katze selten abgemessene Futterrationen erhalten, sondern einen oft viel zu vollen Futternapf zur freien Verfügung haben. Es gilt zu bedenken, dass bereits leicht erhöhte Zahnkanten/Zahnspitzen oder stufenartige Gebisse Schmerzen verursachen können, die dazu führen, dass das Futter nur unzureichend zerkleinert oder gar nicht aufgenommen wird. In der Folge kommt es zu erheblichen Verdauungsproblemen mit Tympanie (Aufgasung), Störungen der Darmflora und schließlich zu einer bakteriellen Überwucherung des Darmtrakts und Durchfall, was leider nicht selten bis zum Tod der Tiere führen kann. Dem Besitzer fällt matschiger Kot und eine kotverschmierte Analregion auf. Deshalb sollte jeder Kaninchen- und Meerschweinchenbesitzer das Körpergewicht seines Schützlings einmal wöchentlich kontrollieren und protokollieren sowie den Kotabsatz beobachten. Gewichtsabweichungen von mehr als 5% sollten den Besitzer aufhorchen lassen. Wichtigstes Grundnahrungsmittel ist HEU, das rohfaserreich ist und genügend Ballast- und Nährstoffe beinhaltet. Die richtige Menge Heu beugt auch der Käfig-Langeweile vor. Kaninchen und Meerschweinchen beschäftigen sich in freier Wildbahn die meiste Zeit des Tages mit „Kauarbeit“, d.h. mit der Aufnahme von Heu und Gräsern. Deshalb ist es äußerst wichtig, dass wir unseren Schützlingen ausreichend große Heurationen sehr guter Qualität anbieten und die Gabe von vorzerkleinertem oder pelletiertem und hochkalorischem, handelsüblichem Futter auf ein Minimum beschränken.

BLUTUNTERSUCHUNGEN

In unserem eigenen Labor können wir sofort hämatologische Untersuchungen (Blutbild) sowie klinisch-chemische Blutuntersuchungen (Organwerte) durchführen. In der Notfalldiagnostik, vor operativen Eingriffen und für die Behandlung von chronisch kranken Patienten zum Beispiel bei Nierenerkrankungen der Katze oder bei Diabetespatienten ist diese Untersuchung oft lebenswichtig. So können wir schneller Krankheiten festzustellen oder auch kurzfristig auszuschließen. Bei älteren Tieren (> 6-7 Jahre) empfehlen wir eine jährliche Vorsorgeuntersuchung, einen sogenannten „Alters-Check up“, bei dem Leber-, Nierenwerte, die Bauchspeicheldrüse, das rote und weiße Blutbild sowie einige weitere Blutwerte geprüft werden. So lassen sich Erkrankungen frühzeitig diagnostizieren und entsprechende Therapien einleiten. Blutuntersuchungen können dabei helfen, Ihr Tier auch in Zukunft bei guter Lebensqualität gesund zu erhalten. Blut-Schnelltests in unserer Praxis helfen bei der schnellen Erkennung akuter Infektionen mit Borreliose, FeLV, FIV etc.

IMPFUNGEN

Welche Impfungen bei Ihrem Tier sei es Katze, Hund, Frettchen oder Kaninchen empfehlenswert bzw. notwendig sind, wird bei jedem Patienten individuell von uns im Impfgespräch mit Ihnen zusammen erörtert. Normalerweise werden alle Impfstoffe an einem Termin gleichzeitig geimpft. In Einzelfällen kann es erforderlich sein, die Impfungen aufzuteilen. Das passiert dann, wenn ein Tier empfindlich reagiert oder natürlich auf ausdrücklichen Wunsch des Besitzers. Es empfiehlt sich, ca. 8-10 Tage vor einer Impfung eine Entwurmung durchzuführen, um die Belastung des Organismus durch die Impfung so gering wie möglich zu halten und eine bessere Immunantwort zu generieren. Regelmäßige Auffrischungsimpfungen sind zur Aufrechterhaltung eines lückenlosen und belastbaren Impfschutzes empfohlen. Folgende Impfungen sind beim Hund möglich: Staupe (S), Hepatitis contagiosa canis (H), Parvovirose (P), Zwingerhusten (BP), Leptospirose (L), Tollwut (T), Borreliose (B) Folgende Impfungen sind bei der Katze möglich: Katzenschnupfen (RC), Katzenseuche (P), Tollwut (T), Katzenleukose (Leukose), Feline Infektiöse Peritonitis (FIP) Folgende Impfungen sind beim Frettchen möglich: Staupe (S), Tollwut (T) Folgende Impfungen sind beim Kaninchen möglich: Rabbit Haemorrhagic Disease (RHD), Myxomatose (M)

OPERATIONEN

Wir führen eine ganze Reihe von Standardoperationen durch (Kastrationen, Tumoroperationen, Zahnbehandlungen, etc.). Wir operieren Dienstag und Donnerstag vormittags, Notfälle selbstverständlich jederzeit.
Lassen sich rechtzeitig einen Termin für die anstehende Operation geben, denn ein stressfreier und reibungsloser Ablauf kommt Ihnen und Ihrem Tier zu Gute. Damit für Ihr Tier die Operation möglichst stressfrei verläuft, sollten Sie Ihrem Tier am Tag der Operation keine unnötigen Belastungen zumuten, d.h. keine langen Spaziergänge oder übermäßiges Toben. Außerdem sollten Hunde und Katzen etwa 12 Stunden vor dem operativen Eingriff nicht mehr fressen. Eine Ausnahme stellt die Gabe von lebenswichtigen Medikamenten dar. Geben Sie diese bitte nach Absprache mit uns, wenn nötig in einem kleinen Leckerbissen. Wasser sollte zur freien Verfügung angeboten werden. Diese einfachen Maßnahmen verringern die Kreislaufbelastung und somit das Narkoserisiko für Ihr Tier. Bei geriatrischen Tieren und bei bekannten Vorerkrankungen empfehlen wir vor der Operation eine Blutuntersuchung. Befinden sich die Ergebnisse des präoperativen Bluttests im normalen Bereich, können wir davon ausgehen, dass kein besonderes Narkoserisiko vorliegt und wir die Operation wie geplant durchführen können. Liegen die Werte außerhalb des normalen Bereichs, können wir das Narkosemanagement gezielt verändern, so dass das Leben Ihres Tieres nicht unnötig gefährdet wird. Kaninchen und Meerschweinchen müssen bis zur Operation gefüttert werden, da sie extrem empfindlich auf Nahrungsentzug reagieren. Durch Nahrungsentzug steigt das Narkoserisiko erheblich an. In der Regel können Sie Ihr Tier nach Rücksprache noch am Nachmittag des OP-Tages abholen, sofern es der Zustand erlaubt. Geben Sie Ihrem Tier bitte Gelegenheit, sich in warmer, ruhiger und ebenerdiger Umgebung von der Operation zu erholen.

GEBÜHREN

In unserer Praxis ist die Zahlung gleich im Anschluss an die Behandlung fällig. Sie können bar oder ganz bequem per EC-Karte bezahlen.
Wir sind dazu verpflichtet unsere Leistungen nach der Gebührenordnung für Tierärzte (GOT Stand 19.07.2017) abzurechnen.

Bei Konsultationen im Notdienst, d.h. werktags nach 20.00 Uhr, samstags nach 14.00 Uhr und sonn- wie feiertags berechnen wir einen mehrfachen Satz.

Wichtige Telefonnummern

Tierärztlicher Notdienst

07631 – 36536

Tierschutzverein Markgräflerland

07631 – 13503

Tierschutzverein & Tierheim Freiburg

0761 – 84444

Tierheim Emmendingen

07641 – 2981

Tierheim Scherzingen

07664 – 7096

Tierheim Lörrach-Hauingen

07621 – 51411

Markgräfler Katzenfreunde

07621 – 73493